Gutachten

Gutachten:  „Fortschreibung der Sportentwicklungsplanung für die Stadt Herne“
Horst Hübner, Oliver Wulf, 28.Juli 2014
ISBN: 978-3643127297

Im Auftrag der Stadt Herne hat die Forschungsstelle „Kommunale Sportentwicklungsplanung“ der Bergischen Universität Wuppertal in den Jahren 2013 und 2014 empirische Untersuchungen durchgeführt und weitere Planungsgrundlagen erarbeitet. Im Teil B werden Sportstättennachfrage und Sportstättenangebot verglichen. Für die Herner Fußballplätze wurde anhand der damaligen Bevölkerungsprognose ein Überangebot bilanziert. Das Horststadion Holsterhausen wurde in dem Gutachten zusammen mit 3 weiteren Fußballplätzen in die Kategorie 2: Standorte mit hoher bzw. sehr hoher Auslastung gelistet.

( Kategorie 1: Standorte mit Kunstrasen, Kategorie 3: …mittlere Auslastung, Kategorie 4: …geringe Auslastung, Kategorie 5: sehr geringe Auslastung)

In der Zwischenzeit sind 2 der 3 anderen Standorte aus der Kategorie 2 mit Kunstrasen  (Emscherstr. und Wilhelmstr.) ausgestattet.

Die Empfehlungen der Gutachter

a) „Aufwertung der besonders stark ausgelasteten Standorte. Analog zu der Bewertung des aktuellen Bedarfs bieten sich insbesondere die bereits hoch ausgelasteten Standorte in Kategorie 2 und eventuell in Kategorie 3 für eine Umwandlung an.“

b) „Aufwertung von „zentralen Standorten“ in den Stadtteilen. Um möglichst vielen Vereinen die Möglichkeit zu geben, unter verlässlichen Bedingungen den Trainingsbetrieb zu organisieren, könnten in einzelnen Stadtteilen zentral und gut erreichbare Standorte aufgewertet werden, die durch mehrere Vereine genutzt werden.“

c) “Zusammenschluss von Vereinen und Standorten. Ausgehend von der Tatsache, dass an vielen Standorten Überkapazitäten vorhanden sind, sollte sich die Politik und Verwaltung der Stadt Herne sowie der Stadtsportbund Herne die Frage stellen, ob es mittelfristig nicht sinnvoll ist, eine Zusammenführung mehrerer Fußballvereine auf eine verringerte, dafür aber qualitativ hochwertige Anlagenzahl mit mehreren Plätzen und einer ansprechenden Infrastruktur (Umkleiden, Vereinsheim, Familienfreundlichkeit) anstelle einer „schleichenden“ Sanierung bzw. eines Umbaus der einzelnen Spielfelder vorzunehmen. Dies ist vor allem mit Blick auf die demografische Entwicklung und die Tatsache, dass bereits jetzt 16 Fußballvereine keine Jugendarbeit anbieten, ein sicherlich notwendiger Schritt.“

„Parallel zur Qualitätsverbesserung bzw. Schaffung von entwicklungsfähigen Standorten einerseits sollte andererseits auch über eine Aufgabe bzw. finanziell reduzierte Förderung von schwach ausgelasteten Plätzen nachgedacht werden. Standorte die in Zukunft zur Disposition stehen könnten, sind die besonders schlecht ausgelasteten Standorte mit nur wenigen Mannschaften in Kategorie 5. Eventuell erzielbare Verkaufserlöse bzw. die Einsparungen bei der Platzpflege sollten in eine qualitative Verbesserung der verbleibenden Sportplätze investiert werden.“

Fazit der Bürgerinitiative

Bei der hohen Auslastung des Horststadions wurde der Schulsport noch nicht einmal berücksichtigt, da es nur um die „Fußball-Auslastung“ ging. In allen Belangen waren das zentral im Ortsteil gelegene Horststadion und der Verein Arminia Holsterhausen ganz vorn zu finden.

Warum der „Runde Tisch Fußballsport“  dies völlig ignorierte und das Horststadion nicht  in den Maßnahmenkatolog für eine zeitige, qualitativ hochwertigen Modernisierung des Stadions aufgenommen hat, wirft viele Fragen auf und rechtfertigt unsere Forderung auf schnelle Zusagen bezüglich einer Generalsanierung des Stadions.

Übersichtskarte Sportplätze Herne